Cross-Selling,
ohne Reibung.
Ein Cross-Selling-Modul für den Warenkorb, von Grund auf entworfen. Fünf Iterationsstufen, ein klares Ziel: Umsatzpotenzial nutzen, ohne den Kunden im wichtigsten Moment des Kaufprozesses zu stören.

Ausgangslage
Das Problem
Im Warenkorb wurden Cross-Selling-Artikel bisher gar nicht angezeigt. Kunden mit bereits hoher Kaufbereitschaft, kurz vor dem Checkout, entging dadurch die Möglichkeit, passende Zusatzartikel zu entdecken. Das Umsatzpotenzial durch Cross-Selling blieb ungenutzt.
Die Herausforderung: Genau in diesem Moment ist der Kunde zielgerichtet und oft in Eile. Jede Ablenkung ohne klaren Mehrwert wird als Störung empfunden statt als hilfreicher Vorschlag.
Anforderungen
Kognitive Nutzerführung
als Leitprinzip
Exploration
Fünf Iterationen
bis zur Lösung
Statt direkt auf eine Lösung zuzusteuern, habe ich fünf grundlegend unterschiedliche Platzierungs- und Interaktionskonzepte durchgespielt und gegeneinander abgewogen: horizontale Karten-Slider, kontextuelle Platzierung direkt unter dem Artikel, Drawer-Mechanismen und vertikale Module mit Bundle-Funktion.

Finale Lösung — V5
Ein Modul,
das mitdenkt.
Die V5-Variante platziert das Modul vertikal, direkt im natürlichen Blickfokus zwischen Artikelliste und Bestellübersicht. Es besitzt vier klar definierte States: Closed, Opened, Loading und Hinzugefügt, jeweils mit sichtbarem Feedback, damit der Kunde jederzeit Kontrolle über seine Interaktion wahrnimmt.
Ein zentrales Detail ist der Bundle-CTA „Alle Hinzufügen“: Statt jeden Artikel einzeln bestätigen zu müssen, kann der Kunde die gesamte Empfehlung mit einem Klick übernehmen, ein direkter Hebel gegen Entscheidungsmüdigkeit.
Sorgfalt im Detail
Edge Cases mitgedacht
Gutes UX-Design zeigt sich nicht nur im Standardfall, sondern in den Momenten dazwischen: Was passiert, wenn ein Artikel bereits im Warenkorb liegt? Wenn die Grösse nicht verfügbar ist? Wenn mehrere Artikel im Warenkorb liegen und die Empfehlung sich auf welchen davon bezieht? Diese Fälle wurden systematisch durchdacht und in einer Referenztabelle dokumentiert, bevor die finale Lösung stand.
Status
Vom Konzept
zur Umsetzung

Das Projekt ist aktuell in Entwicklung. Was es zeigt: eine Design-Entscheidung ist erst dann fertig, wenn sie sich gegen echte Nutzerbedürfnisse und gegen das behauptet, was der Wettbewerb längst als Standard etabliert hat, ohne diesen Standard unhinterfragt zu übernehmen.